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THOMAS CREMER


Geboren in Marburg/Lahn. Mit 13 Jahren erster Unterricht/Klarinette, 1968-1972 Studium/Musikwissenschaft und Musikerziehung in Frankfurt und München, 1972-1977 Studium Schlagzeug/Theorie/Klavier an der Musikhochschule Frankfurt/Main. In dieser Zeit erste Jazz-Konzerte an der MHS mit u.a. Heinz Sauer und Buschi Niebergall.

Gruppen: u.a.: New Jazz Ensemble (1976), Hans Koller Quartett, Bob Degen Trio (1979-1980), Heinz Sauer Quartett (1981-1991), Uli Beckerhoff Group (1983-1984), Frankfurt Jazz Big Band (seit 1986), Thomas Heidepriem Band (1991), Frankfurt Jazz Connection (seit 1991), Günter Lenz Springtime (1991-2000), New Bob Degen Trio (1992-1999), Trio Jazz Classics (1994-1998), "Double You" (1994-1998), AXIS (1994-1999) Frankfurt Jazz Trio (seit 1998), Read/Gjakonovski/Cremer (seit 2002), The New Frankfurt Jazz Connection (seit 2006)

Zusammenarbeit mit Benny Bailey, Randy Brecker, Herb Geller, Marjorie Barnes, Gustavo Bergalli, Walter Norris, Richie Beirach, Hannibal Marvin Petersen, Wilson de Oliveira, Tony Lakatos, Joe Gallardo, Silvia Droste, Adrienne West

Auftritte: neben zahllosen Club- und Konzertgastspielen Auftritte u.a. beim Deutschen Jazz-Festival Frankfurt 1971-1995 (Just Music, Heinz Sauer, Richie Beirach, Günter Lenz Springtime, Danzer-Becker Quintett), und weiteren Festivals in Deutschland und im Ausland (u.a. Zagreb, Nancy, Luzern, München, Burghausen, Viersen, Kempten, Leverkusen, Lausanne), Mitschnitte bei allen deutschen und etlichen europäischen Funkanstalten, Produktionen für TV und Hörfunk (Radio Jazz Group Stuttgart, NDR-Jazz Workshop, Jazzensemble des HR, 3sat u.a.). Tourneen im Auftrag des Goethe-Instituts nach Afrika und Rumänien/Jugoslawien.

Dozententätigkeit bei:
Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg, Hessen und Saarland (Betreuung der Rhythm-Sections) (seit 1985), Jazz Conceptions Darmstadt (Ensemble-Workshop), Konservatorium Frankfurt (Jazz-Kurs), Workshops an den Musikhochschulen in Hannover, Frankfurt und Stuttgart, diverse private Dozentenverpflichtungen.

Jury-Mitglied bei „Jugend jazzt“/Hessen, beim Orchesterwettbewerb/Niedersachsen, bei LAG Jazz/Hannover

Projekte zur Jazz-History (TRIO JAZZ CLASSICS, FRANKFURT JAZZ CONNECTION, FRANKFURT JAZZ BIG BAND, FRANKFURT JAZZ TRIO), hierzu Konzeption, Produktion, Moderation.
Produktion der Reihe „8 Werkstattkonzerte“ der FRANKFURT JAZZ BIG BAND im Frankfurter Titania (u.a. zu den Themen „Woody Herman“, „Stan Kenton“, „Bands In The Band“, „Jazz History-Special“), George Gershwin-Programm, „Ellington meets Basie“, „Jazz & Tango“ (alle mit FJBB), „Krieg und Frieden“ (mit Frankfurt Jazz Trio)

Projekte zu Jazz & Literatur (mit dem Frankfurt Jazz Trio): „Heinrich Heine-Programm (mit Ursula Illert und Jochen Nix), „Rosenprogramm“ (mit Ursula Illert), „Schmalenbach goes Jazz“ (mit Wolfgang Brenner), Charlie Parker-Programm (mit Elmar Bartel), Peter-Rühmkorf-Programm (mit Jochen Nix), „Christmas-Specials“ (mit Ursula Illert, Karmen Mikovic, Jochen Nix)

1990 Gründung der JAZZ INITIATIVE FRANKFURT, deren Vorstandsvorsitzender bis 1992. Veranstaltung von Konzerten, Festivals, Symposien an der MHS Frankfurt, 1991 und 1992 Co-Produktionen mit dem HR beim Deutschen Jazz Festival/Frankfurt.

Produzent verschiedener CD's (Frankfurt Jazz Big Band, AXIS, Frankfurt Jazz Trio, Read/Gjakonovski/Cremer), 1998 Gründung des Labels „FJP-Records“.

2012 erhält Thomas Cremer den Hessischen Jazzpreis.


Platten/CD-Veröffentlichungen (Auszug):

"Just Music" (ECM) 1970 (mit Just Music)
"Burning Flowers" 1976 (mit New Jazz Ensemble)
"Piece for mouth" (Pläne) (mit Jürgen Wuchner/Hans Koller-Gruppe)
"Hidden Track" (Trion) 1980 (mit Bob Degen Trio)
"Reality" (Thein Rec.) (mit Uli Beckerhoff Quintett)
"Metal Blossoms" (L+R Rec.) 1986 (mit Heinz Sauer Quartett)
"Cherry Bat" (Enja) 1989 (mit Heinz Sauer Quartett)
"El carpincho" (Bellaphon/L+R Rec.) 1990 (mit Frankfurt Jazz Big Band)
"Majorleague" (Bellaphon/Frankfurt Edition) 1991 (mit Günter Lenz SPRINGTIME)
"AXIS" (JAZZ4EVER) 1997 (mit New Jazz Quartet AXIS)
„Live im TITANIA" (FJP) 1998 (mit Frankfurt Jazz Big Band)
„Tribute To Duke Ellington“ (FJP) 1999 (mit Frankfurt Jazz Big Band)
„No.1“ (FJP) 2000 (mit Frankfurt Jazz Trio)
„No.2“ (FJP) 2001 (mit Frankfurt Jazz Trio)
„Fugitive Sounds“ (Nabel-Records) (mit Read/Gjakonovski/Cremer)
„Sound of Frankfurt“ (Infracom-Records) (mit Frankfurt Jazz Big Band)
„Jeanneret“ (Universal) mit Hans Koller Free Sound
„No.3“ (FJP) 2008 (mit Frankfurt Jazz Trio


Literaturhinweise:

„Reclams Jazzführer“
„Jazz in Frankfurt“ (Herausg.: W. Sandner)
„Sound of Frankfurt“ (Jürgen Schwab)

Thomas Cremer, Allendorfer Str. 38, D-60433 Frankfurt/Main
Tel.: 069-515492, Email : frankfurt-jazz@t-online.de
Internet : www.frankfurt-jazz.de


Pressefoto: Download in 300 dpi

 



Frankfurt Jazz Trio No. 3

Olaf Polziehn (piano)
Martin Gjakonovski (bass)
Thomas Cremer (drums)
Label: FJP-Records (Nr. 1005) LC-Nr.: 10138

1. Rosetta (Earl Hines) 5:52
2. Con Alma (Dizzy Gillespie) 7:52
3. Warm Valley (Duke Ellington) 5:41
4. Dead End (Olaf Polziehn) 5:55
5. M.C.T.C. (Thomas Cremer) 2:43
6. So In Love(Cole Porter) 7:40
7. Rocki’n Chair (Hoagy Carmichael) 5:52
8. Sweet Little Jesus Boy (Traditional) 4:19
9. Folk Tale (Ornette Coleman) 3:31
10. Good Bye (Gordon Jenkins) 3:56
10 Jahre Frankfurt Jazz Trio!

1998 wurde das Trio von Thomas Cremer gegründet, 2001 kam Bassist Martin Gjakonovski für Günter Lenz in die Band. Im neuen Programm, das weiterhin unter dem Motto „Our Favorite Things“ steht, beleuchtet das Trio - wiederum stilistische Grenzen überschreitend - Werke der Jazz-Traditionen (von Earl Hines bis Ornette Coleman), widmet sich aber vermehrt auch eigenen Kompositionen. Die CDs „No. 1“ und „No. 2“ sind bereits bei FJP-Records erschienen, die CD „No. 3“ wurde im Mai 2008 von Walter Brüssow in den Performance Studios/Frankfurt aufgenommen, Text und Fotos für das Cover steuerte Roderich Reifenrath bei.

Die „No. 3“ gibt nun Auskunft über das Spielverständnis der drei Musiker, das sich über lockere, in sieben Jahren gereifte Übereinstimmung definiert.

Offenheit im Zusammenspiel demonstriert zum einen der Swing-Klassiker „Rosetta“ von Earl Hines - diese Version ist für Schlagzeuger und Produzent Thomas Cremer im übrigen auch als Hommage an den Auftritt von eben Hines (mit Jaki Byard und Alan Dawson) bei den Berliner Jazztagen 1965 zu verstehen – zum anderen das hier eher kammermusikalisch und streng aufgefasste „Folk Tale“ von Ornette Coleman.

Wie Roderich Reifenrath im Cover-Text schreibt: „Der Kreis schließt sich“. Er öffnet sich aber auch gleich wieder. Zwischen den Extremen - die also keine mehr sind – weitere „Favorite Things“ des Trios: Balladen von Gordon Jenkins und Duke Ellington, „So In Love“ von Cole Porter; „Rockin’ Chair“ von Hoagy Carmichael und „Con Alma“ von Dizzy Gillespie. Hinzu kommt das hymnische „Sweet Little Jesus Boy“, das allein durch die Vorstellung des Themas seine Wirkung zeigt. Zwei Kompositionen von Polziehn und Cremer ergänzen das Repertoire.