Freitag, 28. April, 20 Uhr, Alte Turnhalle

Saxofon und Film:

Metropolis

es begleitet das
Instant Soundtracking Project

Werner Englert: Saxofon, Flöte, Gesang
Johannes Mössinger: Keyboard, Gesang
Ro Kuijpers: Schlagzeug, Percussion, Soundobjects

Die drei Musiker reagieren einmal vorbereitet auf die Film-Bilder. Daneben gibt es Freiräume für spielerische Elemente und spontane Reaktionen, gleichzeitig werden permanent Strukturen geschaffen: Einmal etablierte Leitmotive werden konsequent im Film weitergeführt und lassen so eine Komposition entstehen.
Aus der Stille werden unterschiedlichste Klangfarben entwickelt - vom meditativen Holzflötensolo bis zu bombastischen Opernklängen, vom Techno- und Hip Hop-Groove zu barocken Kadenzen. Vom leisen Saxofon bis zu exstatischen Explosionen der Samplesounds und perkussiven Clustern. Ironische Verfremdungen werden dabei kontrastiert mit romantischer Hingabe. Lässig virtuos spielt das ISP mit einer Vielzahl von musikalischen Stilen und bildet die Brücke zwischen visueller Wahrnehmung und emotionalem Inhalt der Bilder.

Metropolis (1927)
Regie:
Fritz Lang

In der überdimensionierten und technisch entfesselten Stadt Metropolis leben die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten voneinander völlig getrennt. Die Oberschicht lebt in quasi paradiesischen Lebensverhältnissen, während die Arbeiter als minderwertig gelten und in einer Art Unterwelt in den Tiefen der Erde vegetieren.
Der Sohn des Fabrikanten Fredersen jedoch hat sich in die Arbeiter-Aktivistin Maria verliebt und schließt sich der Untergrundbewegung an. Fredersen entschließt sich gegenzusteuern und lässt einen Roboter entwickeln, der Marias Stellung einnehmen und die Arbeiter in seinem Sinne beeinflussen soll. Tatsächlich kann sie die Arbeiter dazu verleiten, die Maschinen zu zerstören, wodurch sie das Leben ihrer Kinder in Gefahr bringen, die bei dem Aufstand in den Siedlungen vergessen wurden. Der Zorn schlägt gegen die vermeintliche Maria um. Der Mob will Lynchjustiz üben. Als die echte Maria auftaucht, kommt es zu einer Verwechslung. Statt des Roboters wird nun sie gejagt.
Metropolis ist einer der ersten Science-Fiction-Filme er Filmgeschichte und zugleich der visuell einflussreichste Stummfilm aller Zeiten. Durch Produktionskosten von damals 5 Millionen Mark wurde er zum teuersten Film der deutschen Filmgeschichte. Es war ein Unternehmen der Superlative: 40.000 Komparsen, 5 000 m Film, Premierenplatz 80 Mark.

In Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Kino Herrenberg.

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