Eric Plandé Trio im Rüsselsheimer
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Schier
grenzenlose Energie fließt aus dem Spiel des französischen
Saxophonisten Eric Plandé – ganz gleich, ob er nun eine Ballade wie
den von Paul Motion geschriebenen „Folk Song for Rosie“ oder das aus
seiner Feder stammende Up-Tempo-Stück „A une heure du matin“
interpretiert. Plandé windet sich auf der Bühne des Jazz-Cafés „das
Rind“, bläst sich die Seele aus dem Leib. Sonore Stakkati wechseln
mit überblasenen High-Notes auf dem Tenorsaxophon.
Der Franzose hat Charlie Parker verinnerlicht, dann aber einen
eigenen Ton entwickelt, der die rasend schnellen und explosiven
Läufe bewahrt, die Töne anderseits lang angehalten wirken lässt. So
verbindet Plandé in seinem Spiel
„Vive la muerte“ hebt zunächst getragen mit sangbaren
Saxophonlinien an, Wuchner legt im Solo einen erdigen Bass-Lauf in
tiefen
Hin und wieder hat der Zuhörer den Eindruck, dass das
Zusammenspiel des Bassisten und des Schlagzeugers perfekter
funktioniert, als das mit dem Saxophonisten. Ates vor allem steht
die Freude über die expressiven Tutti und kommunizierenden Duos ins
Gesicht geschrieben. Plandé´s Körper windet sich im Rhythmus, wenn
Wuchner seine zupackenden Soli greift. Andererseits gewährt Plandé seinen Mitspielern viel Freiheit, die sie in ihren Soli auskosten - so wie er in seinen ekstatischen und leidenschaftlichen Läufen zwischen Hardbop und Free den Sound des Abends bestimmt. Plandé ist ein kreativer Wilder auf seinem Instrument wie in seinen Kompositionen. |
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Text &
Photographie Klaus
Muempfer, März 2008 |