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Ein afrikanischer Minnesänger und ein musikalischer Drummer, der zwischendurch am Flügel als Pianist mit perlenden Melodielinien die seelische Verwandtschaft mit Ibrahim bestätigt, rühren eine betörende Afro-Jazz-Mixtur an, die das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Suso lächelt verklärt bis genüsslich, während er die Kora zwischen den Knien mit sechs Fingern an den Griffen umspannt und mit vier Fingern die Saiten „schlägt“. Einfache Melodievariationen aus der afrikanischen Tradition, zu denen der Bassist in den furiosen Soli Harmoniefortschreitungen zupft. In seiner Heimat hat Suso gelernt, Stammes- und Alltagsgeschichten zu den Klängen des Instruments zu erzählen, vom „Makala Market“, dem offenen Markt in Ghana, einer Komposition, die so typisch ist für das Trio: ein dicht gewebtes Netz aus vielen Rhythmen und Melodien, mit extremen Dynamiksprüngen und Intensitätssteigerungen, in dessen Verlauf Suso seine Ostinati immer wieder mit einem „herausgerissenen“ Ton akzentuiert, um DeJohnette zu weiteren präzise gesetzten Drum-Explosionen zu motivieren. Ansonsten präsentiert das Trio an diesem Abend fast ausschließlich Kompositionen aus ihrer CD „Hearts of the Masters“, die im Januar 2007 auf den Markt kommen wird: „Mountain Love Dance“ mit der elektronischen Naturgeräusch-Einspielung hinter der Kora-Intro und dem filigranen Schlagzeugspiel sowie dem tänzerischen Trio-Part, „Sunjatta Keita“ als Opener oder „Rose Garden“ mit perlendem Saitenspiel und dem sanften Klöppeln auf den Fellen. Mit einer eher besinnlichen traditionellen afrikanischen Folklore-Komposition beschließen Jack DeJohnette, Foday Musa Suso und Jerome Harris den mitreißenden Abend.
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Text &
Photographie Klaus
Muempfer, Dezember 2006 |