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So beginnt das „Jazzteam“ beim Konzert der Jazz-Initiative Mainz (jim) im Haus der Jugend mit sphärischen Sounds, einer Sprachcollage, stupenden Beats auf E-Bass und Gitarre und dem sonoren Baritonsaxophon über den groovenden Rhythmen auf dem Schlagzeug. Billy Cobhams Komposition „Red Baron“ lässt den Bandmitgliedern viel Freiheit für ein souliges Solo auf dem Tenorsaxophon, die von filigran bis gleißend reichenden Gitarrenläufe von Martin Berger über der groovenden Band-Basis, einem kurzen Unisono-Part von Piano und Saxophon bis hin zu den erdig-knallenden Akkordreihen von Hanns Höhn auf dem E-Bass.
Geführt wird die Truppe in den langsamen Stücken wie „The Player“
bis hin zu den kochenden und komplexen Arrangements wie der
Crusader-Komposition „Keep the same old feeling“ von David
Meisenzahl mit timesicheren Schlagzeugspiel. In „You don´t know what
love is“ greift Spaniol zur Querflöte, in der Höhn-Komposition „Mr.
Cool“ lässt der Saxophonist nach einer trockenen Bass-Intro, den
schwebenden Klängen des Rhodes und zarten Gitarrenlinien sein
Tenorsaxophon „singen“. Um auf Grover Washington und den
70er-Jahre-Sound mit Disco-Soul, Funk und Groove zurückzukommen,
schließt „Jazzteam“ vor
„Red Light Soul“ ist der stimmige Titel der neuen CD – auf der
allerdings Daniel Stelter die Gitarre spielt – zu dem Konzert, in
dem die zahlreichen, begeisterten Zuhörer das Quintett frenetisch
feierten. Kein Wunder, denn diese Grooves gehen in die Beine, die
Klangfarben von Rhodes und Moog sowie der Saxophone wirken
emotional, die Spielfreude der Musiker lässt den Funken schnell auf
das Publikum überspringen. Hier verschmelzen vorzügliche Solisten zu
einem eigenständigen Gruppensound. CD-Tipp: „Jazzteam“: Red Light Soul, Klangraum KRR-033 (aufgenommen in der Sommerresidenz der Gruppe in Miami-Gonsenheim und David Meisenzahls Partykeller). Mit Vocal-Einlagen sind Nicole Sherma und Katharina Debus zu hören. |
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Text &
Photographie Klaus
Muempfer, Mai 2007 |