Eine klassische Triobesetzung:
Eric Watson (p), John Lindberg (b) und Ed Thipgen
(dr). Vorbilder in dieser Besetzung gibt es da
reichlich und um mit denen mithalten zu können
muß schon etwas geboten werden. Zunächst lebt diese CD in
erster Linie von der Klasse der Musiker. Watson
und Lindberg spielen schon seit Jahren im Duo und
anderen wechselnden Formationen. Mit dem
hervorragenden Ed Thipgen haben sie sich zum Trio
ergänzt. Das Zusammenspiel der drei wirkt extrem
homogen und routiniert im besten Sinne. Hier
treffen drei Musiker gleicher Klasse aufeinander
und ihr Zusammenspiel steigert diese Klasse noch
auf ein höheres Niveau.
Im Mittelpunkt der Gruppe
steht ohne Zweifel Eric Watson. Sein leichter,
spielerischer Anschlag, die einfallsreichen
Kompositionen und die Fähigkeit diese
Kompositionen auszuloten, geschickt zu variieren
und ihre verschiedenen Facetten aufzuzeigen geben
diesen Aufnahmen den besonderen Charakter. Sein
Zusammenspiel mit dem extrem präzisen Spiel von
John Lindberg lassen einige der Stücke zu
spannungsvollen
"Kunststücken" werden. Ed Thipgen
- was soll man zu diesem echten Meister
des Schlagwerks noch groß sagen. Er ist, wie
gewohnt so gut, daß man ihn manchmal gar nicht
bemerkt ;-).
Ein Paradebeispiel für das
sensible Zusammenspiel von Watson, Lindberg und
Thipgen ist das Stück Exits. Das Thema, die
Struktur dieser Komposition wird langsam
entwickelt. Meisterlich verstehen es die drei
eine dichte Atmosphäre aufzubauen. Wunderbar der
Übergang in den letzten Teil: Watson
verlangsamt fast unmerklich das Tempo und schafft
einen spannungsvollen Moment des Übergangs, der
erst durch ein fundamentales Ostinatothema
Lindbergs aufgelöst wird. Über diesem Thema
wirkt Watson's filigranes Spiel noch einmal so
"leicht" und
"spielerisch" und langsam klingt
das Stück auf diese Weise aus...
Eine besondere Stärke von
Watson's Kompositionen ist das gleichbleibend
hohe Niveau von Balladen *und* schnellen,
rhythmusbetonten Stücken. Man höre sich das
dynamische Smaks an, in dem John Lindberg mit
einem dynamischen Solo brilliert.
Insgesamt eine rundum
gelungene Scheibe, der ich wirklich viele Hörer
wünsche!
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