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"fünf starke Individuen, die als geschlossene Band
spielen" beschrieb die Jury die Sieger des 24.
Internationalen Jazz-Wettbewerbs in Hoeilaart/Belgien: die
Musiker der
Band "L 14,16". "L 14,16" ist die Adresse
einer Bar in Mannheim und es ist der Name
eines der momentan stärksten jungen Jazz-Ensembles
Deutschlands, das sich dort
formierte. Beim Wettbewerb in Belgien wählte die Jury "L
14,16" unter den 62 Bewerberbands
einstimmig zum Sieger.
Ob neu
arrangierte Jazz-Evergreens oder die Eigenkompositionen in der
Tradition des
Hard Bop: Die Musik von "L 14,16" ist voller Energie
und Variation. Alle fünf Musiker
sind jünger als 30 Jahre, doch stehen sie schon kurz vor dem
internationalen Durchbruch.
Vorne
spielen Trompeter
Axel Schlosser (26),
jüngstes Mitglied der Bigband
des Hessischen Rundfunks und Saxofonist Steffen
"Larose" Weber (27),
Dozent an
der Musikhochschule Mannheim und Gast bei Jazz-Festivals von
Montreux bis Istanbul.
Pianist
Rainer Böhm (24)
ist Träger des Jazz-Preises der Stadt Nürnberg 2002
und hat in den vergangenen zwei Jahren beim internationalen
Klavier-Solo Wettbewerb
in Montreux den zweiten Platz belegt. Auch in Belgien verlieh
ihm die Jury
einen Sonderpreis für den besten Solisten. Baß
spielt Arne Huber (25),
der sonst Jürgen
Seefelder und Adrian Mears begleitet; Schlagzeuger
ist Lars Binder (29),
der zahlreiche
CDs in den USA und in Deutschland einspielte.
Die
"Nürnberger Nachrichten" zum Preisträger-Konzert
mit "L 14,16" am 22.06.2002:
"....
Drei Pianisten mit ganz persönlichen Handschriften sorgten
beim Jazz-Festival für eine lange, abwechslungsreiche
Klaviernacht. Ein junger Tastenlöwe mit Löwenmähne spielte
zum Auftakt in der Tafelhalle: Rainer Böhm bedankte sich mit
einer Extra-Komposition für den Internationalen Jazzpreis der
Nürnberger Nachrichten, gestiftet von Verleger Bruno Schnell.
Solo und mit seinem Quartett überzeugte der Preisträger das
Publikum, darunter viele Prominente und Musikerkollegen, im
Handumdrehen davon, dass die Jury eine gute Wahl getroffen
hat. Der eigens angereiste Ex-Nürnberger Bandleader Peter
Herbolzheimer schwärmte von dessen "Riesentalent",
der Jury-Vor-sitzende und Laudator Walter Schätzlein lobte
dessen Spielwitz. Wolfgang Stolpe von den Nürnberger
Nachrichten überreichte den Preis, der mit 5000 Euro dotiert
ist, an den viel versprechenden Pianis-ten aus Ravensburg. Der
25-Jährige ließ sich nicht lange bitten: Impressionismus und
Improvisation sind die beiden Pole, zwischen denen sich Rainer
Böhm behände und stilsicher bewegt. Frisch und
energiegeladen geht auch sein Quintett mit Steffen Weber
(sax), Martin Auer (tp), Arne Huber (b) und Lars Binder (dr)
zur Sache. Bemerkenswert ist Böhms stilistische Offenheit,
mit der er in seinen Kompositionen die verschiedensten
Elemente von Hard-Bop und Klassik unter einen Hut bringt. Die
Tradition dient dabei als musikalischer Steinbruch. Das
Ergebnis klingt nicht akademisch angestrengt, sondern locker
und verspielt. ..... ".
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