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Jazzfreunde konnten Bernhard Pichl in den vergangenen Jahren
als Sideman vieler namhafter US-Musiker kennen lernen und
darüber hinaus als Pianist des in Nürnberg ansässigen
"Sunday Night Orchestra" von Dejan Terzic. Zwei
dieser Kooperationen mit prominenten US-Musikern wurden auf
JAZZ4EVER-Records dokumentiert: 1994 Pete Yellin`s European
Connection, live eingespielt in der Kulturfabrik Roth (J4E
4722) und 1995 "On The Corner Meets Benny Bailey"
(J4E 4726). Danach begleitete Bernhard Pichl immer wieder
US-Amerikaner auf ihren Europa-Tourneen: Zum Beispiel
Jazz-Legende und Tenorsaxofonist James Moody, Sängerin
Deborah Brown, Schlagzeuger Jimmy Cobb, Trompeter Bobby Shew,
Tenorsaxofo-nist und Bandleader Bob Mintzer, die kürzlich
verstorbene Westcoast-Legende und Trompeter Conte Candoli und
zuletzt den Ex-Blakey-Trompeter Valery Ponomarev.
Aktuell
ist Bernhard Pichl auch Mitglied des Dusko Goykovich Quintett,
mit dem es nächstes Jahr auf große Japantour gehen darf und
der Gruppe UGETSU.
Seine
besondere Vorliebe gehört jedoch dem Trio ON THE CORNER mit
Rudi Engel am Bass und Bill Elgart am Schlagzeug. 1991 wurde
das Trio gegründet, Rudi Engel spielt immer noch den Bass,
der Schlagzeugstuhl erlebte mehrere Akteure, auch Dejan Terzic
war darunter. Das Trio war (und soll auch weiterhin sein) die
Basis zur Begleitung von Gastsolisten, für Einige der oben
Genannten aber auch für Ack van Rooyen, Judy Niemack, Leszek
Zadlo und Tony Lakatos. Des weiteren arbeitete OTC 1994 und
1996 mit dem Symphonieorchester der Stadt Würzburg unter der
Leitung von Jonathan Seers im Rahmen von Crossover-Projekten
Klassik/ Jazz zusammen.
"Einen
eigenen Sound zu finden, hält Bernhard Pichl für das
Wichtigste im Jazz: "no sound, no message". Obwohl
die Liste der Vorbilder hauptsächlich mit Amerikanern
bestückt ist - Bill Evans, Kenny Barron, Herbie Hancock,
Ahmad Jamal, Mc CoyTyner (.....), fühlt sich Pichl dem
europäischen Kulturerbe ebenso verbunden. Er verehrt Bach,
Messiaen und Debussy. Dass er trotzdem auf die blue notes
gekommen ist, erklärt er ganz einfach so: "Jazz swingt
eben" (Roland Spiegel in "Jazz in Bayern 2").
Als größte Herausforderung für ein Trio sieht er somit
das
Erreichen eines typischen Sounds unter Anerkennung und
Beachtung der individuellen Gruppenstimmen
mit ihren verschiedenen Persönlichkeiten und musikalischen
Erfahrungen.
Und es
geht Pichl weniger um solistische Eskapaden als vielmehr um
die Verschmelzung zu einem
homogenen Klangkörper.
Bernhard
Pichl (1966)
studierte Piano am Konservatorium in Würzburg bei Chris Beier
und avancierte zu einem gefragten Pianisten in Deutschland. Er
tourte und machte Aufnahmen mit vielen Jazzgrößen (siehe
oben). Daneben spielte er bei großen Festivals in ganz
Europa, China, Südafrika und Israel.
Rudi
Engel (1957)
studierte Kontrabass bei Günter Klaus in Würzburg und
Frankfurt, gastierte mit dem Vibrafonisten Bill Molenhof in
den USA und unterrichtete an den Konservatorien in Würzburg
und Nürnberg.
Bill
Elgart
(1942) machte sein Palttendebut mit Paul Bley und Gary
Peacock. Außerdem kann er gehört werden auf Alben mit Dave
Holland, Kenny Wheeler, Lee Konitz unter vielen anderen.
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