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Stuttgart
– Noch nie dauerten die JazzOpen so lange, und noch nie waren sie so
teuer. Eine Million Euro kostet das am 8. Juli beginnende
Stuttgarter Sommerfestival. Ingesamt 13 000 Besucher müssen kommen,
damit sich die Sache rechnet. Ein Festivalpass für die 8 Tage ist
für 250 Euro zu haben, aber beim abschließenden „Family Jazz Sunday“
am 15. Juli brauchen Kinder bis 14 Jahren auf dem Pariser Platz
keinen Eintritt bezahlen. Open Air wird im Bankenviertel beim
Hauptbahnhof nur selten „lupenreiner“ Jazz geboten. Angelockt werden
sollen hier die Massen vor allem mit Soul, Funk und Rock. „Tower of
Power“, „Blood Sweat & Tears“, “Steely Dan”, Joss Stone, Amy
Winehouse und John Legend stehen hierfür.
An den ersten beiden Festivaltagen ist das SWR-TV mit von der Partie
und zeichnet die Konzerte des New Orleanser Trompeters Wynton
Marsalis und des Stuttgarter Sängers Tom Gaebel, der ebenfalls eine
Big Band präsentiert, sowie der beiden Vokalistinnen Natalie Cole
und Malia auf.
Auch
die expressive Jazzsängerin DeeDee Bridgewater (12.7.) konnte man
bei den JazzOpen bereits erleben. Für Puristen bietet der neue BIX
Jazz Club im Gustav-Siegle-Haus allabendlich ein exquisites
Programm. Der große Star ist dort der Tenorsaxofonist Joshua Redman
am 10. Juli.
Bei all dem globalen Trubel kommt die einheimische Szene auch zum
Zuge. So spielt der Stuttgarter Tenorsaxofonist Denis Gäbel am 9.
Juli im BIX mit eigenem Trio als auch beim Eröffnungskonzert im
Orchester seines Bruders Tom. Und an das Publikum von morgen wird
gedacht. Die Aktion „Jazz für Kinder“ vollführt zum Finale an einem
hoffentlich sonnigen Sonntagmittag für die Kleinen ein einstündiges
Infotainment, bevor das von Professor Bernd Konrad geleitete
Jugendjazzorchester Baden-Württemberg und der nicht mehr ganz so
junge „Paulchen“ Kuhn (Piano) die Bühne erklimmen.
Info:
www.bw-bank-jazzopen.com |