• Kontakt
  • News
  • Links
    • Jazzmusiker
    • Jazzclubs
    • Jazzpages Network
    • Jazzfestivals
    • Jazzlabels
    • Jazzagenturen
    • Tonstudios
    • Jazz in...
    • Jazz Leben
    • Jazz lernen
  • Jazz Blog
  • Jazzforum
  • Texte
    • Kumpfs Kolumnen
    • Mümpfers Jazznotizen
    • Reviews
    • Interviews
    • Verschiedenes
    • Schlagzeugerwitze
    • Jazz Zitate
    • Jazz Geburtstage
  • Jazzfotografie
  • Home
 

Das Krakauer Quintett „Klezzmates“ spielte in der Haller Hospitalkirche



 

Konzert in der Baustelle: Nicht bloß Klezmer

Ein voll besetztes Parterre – bei baupolizeilich gesperrter Empore – bescherte den erfolgreich kooperierenden Veranstaltern „Konzertkreis Triangel“ und Kulturbüro das Konzert der Krakauer Gruppierung „Klezzmates“. Klezmer, also die vitale Musik des osteuropäischen Judentums, bildet zwar den (namentlichen) Ausgangspunkt der Eigenkompositionen des jungen Quintetts, doch da fließen klassische Musikelemente wie gewiefte Fugen-Technik und kantige Kontrapunktik ein. Vom Jazz wird das swingende Moment übernommen, freilich nicht das Primat der spontan-kreativen Improvisation. Und vor allem: Der Rock-Sound mit all seinen elektrotechnischen Kniffen ist wichtig.

Alle Stücke präsentierten die Polen in der Haller Hospitalkirche sehr durchkonzipiert und in stets fröhlichem Habitus – keine Rührseligkeiten und aufgeblasener Pathos wie man es von dem Klarinettisten Giora Feidman und auch dessen Meisterschüler Helmut Eisel kennt. Auf solistische Extravaganzen und virtuose Artistik verzichtete das Ensemble, die Gruppengemeinschaft an sich zählt.

Der Geiger Bartok Staniak und der Klarinettist Tomek Polak spielten sich die eingängigen sanglichen Motive zu, variierten und sequenzierten diese nach bester Tonsatzmanier. Marcin Wiercioch pendelte mit seinem Knopf-Akkordeon zwischen komplexen harmonischen und singulär-melodischen Aktionen, für die metrische Grundierung sorgten Jarek Wikosz am Kontrabass und Krzysztof Kossowski am Schlagzeug. Show-Mätzchen und sentimentalen Singsang sparten die Instrumentalisten wohlweislich aus.

Orientalische Skalen mit dem symptomatischen Intervall der übermäßigen Sekunde (wie bei dem Tanzlied „Hava Nagila“) sowie das – vom spanischen Flamenco vertraute – phrygische Tongeschlecht verloren nicht an exotischem Reiz. Mal eine Valse-Musette im Dreiertakt, mal hintergründig ein triolischer Bolero-Rhythmus wie bei Maurice Ravel. Ganz amüsant und effektvoll die Komposition „Railroad“, wo dampfende und tutende Eisenbahnromantik mit allen Raffinessen und Finessen musikalisiert wird.

 

 

 




.

| nach oben

TheJazzPages

Text und Photographie von Hans Kumpf


Kumpfs
Kolumnen

 

Hauptseite
 

Jazzpages is ein Projekt von Frank Schindelbeck / CSS: css-umsetzung.de

Metropoljazz - Jazz in der Metropolregion Rhein-Neckar, Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen, Worms, Heppenheim, Heilbronn