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Fritz Münzer ist verstorben
Der
Saxophonist, Flötist, Komponist, Lehrer und Labelbetreiber Fritz Münzer
ist verstorben. Ein “Urgestein der Mannheimer Jazz-Szene” und eben doch
nicht nur Urgestein, sondern auch ein Pol, um den sich eine Reihe
jüngerer Musiker scharte, die von seiner Erfahrung profitierten und die
von seinem Enthusiasmus bis zuletzt angesteckt wurden.
Seinen ersten Vertrag als Profimusiker erhielt Fritz Münzer 1956, als
Mitglied in der Band von Hans “Dottler” Laib (Tenorsaxofon). Dort
spielte er mit Charly Mayer (Piano), Horst Seidelmann (Schlagzeug) und
Wolfgang Wagner (Kontrabass) gepflegten Westcoast Jazz.
Das erste eigene Quintett gründete er 1959. Mit Cherry Kirchgässner
(Piano). Rudi Fuesers (Posaune), Klaus “Kiki” Kirstätter(Bass) und Joe
Hackbarth (Schlagzeug) verschrieb er sich damals dem Hardbop.
Im Jahr 1961 änderte sich die Besetzung des Quintetts, der Trompeter
Manfred Schoof kam in die Band und Joe Haider ersetzte Cherry
Kirchgässner am Piano, am Bass war Eric Peter und Hardwig Bartz spielte
Schlagzeug. In der Folgezeit kam es zu einer Reihe von internationalen
Auftritten und die Formation war bei eine Reihe von Rundfunk-
Fernseh-Aufnahmen zu hören und zu sehen.
Im Laufe seiner musikalischen Entwicklung gewann Münzers Tätigkeit als
Komponist und Arrangeur zunehmend an Bedeutung.
1987 erhielt Fritz Münzer einen Lehrauftrag Lehrauftrag an der
Universität Mannheim.
2001 war Fritz Münzer Mitbegründer und Seniorschef des Labels
Jazz’n'Arts, das er mit den beiden Mannheimer Musikern Thomas Siffling
und Olaf Schönborn leitete. Fotografie
Manfred
Rinderspacher |