Festival „Mingus. Mingus.
Mingus.“
Ein Musikfestival zu Ehren des amerikanischen Komponisten und
Bassisten Charles Mingus (1922 – 1979)
Der "Angry Man" des Jazz, der Zeit seines Lebens gegen
Rassenfeindlichkeit kämpfte und Musikerkollegen wie auch das
Publikum mit seinen Kompositionen faszinierte, hinterließ nach
seinem Tod 1979 eine große Lücke. Zu Ehren von Charles Mingus,
der im Jahr 2007 85 Jahre alt geworden wäre, veranstaltet der
Förderverein
jazzwerkstatt Berlin-Brandenburg e.V. das Festival "Mingus.
Mingus. Mingus." im September 2007 mit Konzertabenden an
verschiedenen Veranstaltungsorten in Berlin und Potsdam.
Den Auftakt der Veranstaltung am Dienstag, 25. September 2007
gestalten drei Gruppen, die sich in unterschiedlichster Weise
mit Jazz und der Musik von Charles Mingus beschäftigen. Die
extra für dieses Festival gegründete Formation „A Tribute to
Charles Mingus feat. Herb Robertson“, eine siebenköpfigen Gruppe
rund um die Musiker Ernst Bier und Matthias Schubert werden mit
Arrangements und Eigenkompositionen ihrer Helden, Charles
Mingus, dem REAL JAZZER unter den Jazzern Tribut zollen. Darüber
hinaus wird Günter Lenz zusammen mit seiner legendären Gruppe
„Springtime“ an diesem Abend zu sehen sein.
In der zweiten Hälfte des Konzertes präsentiert Manu Katché,
Jazzdrummer und Jungstar der Jazzszene, sein zweites ECM-Album
„Playground“. Nach dem riesigen Erfolg des ersten Albums
„Neighbourhood“ welches er mit den Altmeistern Tomasz Stanko und
Jan Gabarek eingespielt hat und welches sowohl vom Publikum als
auch von den Kritikern hoch gelobt wurde (erhielt den
Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik), legt Manu Katché
nun mit einer jüngeren
aber nicht minder interessanten Gruppierung nach. Wie auch beim
Erstlingswerk ist mit Marcin Wasilewski und Slawomir Kurkiewicz
wieder eine Hälfte des Tomasz Stanko Quartet vertreten, außerdem
wird der Schlagzeuger Katché auf dieser Aufnahme und der
Konzerttour durch Mathias Eick (trumpet) und Trygve Seim (saxes)
unterstützt.
Am Mittwoch, 26. September 2007 wird die RIAS Big Band im Schlot
Jazzclub in Berlin Mitte ihre Hommage an den Meister Charles
Mingus präsentieren. Die schon seit 1948 bestehende Formation
hat sich vor zwei Jahren erst als eigenständige GmbH
positioniert und belebt mit ihren herausragenden Musikern nun
schon seit fast sechzig Jahren die Musikszene Berlins.
Das Repertoire des Konzertes der Rias Big Band mit ihren
momentan 13 Solisten setzt sich für das Konzert im Zuge des
Mingus-Festivals aus bekannten Titel des amerikanischen
Komponisten zusammen. Zu hören sein wird unter anderem: Remember
Rockefeller at Attica, Better get hit in your Soul,
Reincarnation of a Lovebird, Moanin`,Peggys blue Skylight,
Orange was the color of her dress then blue silk, good bye pork
pie hat, Nostalgia in times square, Selfportrait in three
colores, Pithecantropus Erectus, For mingus.....
Am Donnerstag, den 27. September 2007 wird um 20:00 Uhr im
Potsdamer Hans Otto Theater das große Abschlusskonzert dieses
Festivals stattfinden.
Mit der Band „Mingus Dynasty“ und der Witwe Sue Mingus finden
sich einzigartige Zeitzeugen Charles Mingus in Potsdam ein.
Moderiert von Sue Mingus und mit Anekdoten und Geschichten über
den bis heute faszinierend genialen Musiker gespickt,
präsentieren sich an diesem Abend zwei Bands im Zeichen des
Mottos „Mingus.Mingus.Mingus.“. Die originale „Mingus Dynasty“
Band aus ehemaligen Bandmitgliedern Charles Mingus tourt durch
die Welt um seine Kompositionen dem Publikum auch heute noch in
seinem Stil näher zu bringen und damit das Erbe des großen
Musikers zu erhalten. Die nordrheinwestfälischen Musiker von
„Mingus Moves“ unter der Leitung des Wuppertaler Komponisten und
Saxophonisten Wolfgang Schmidtke und dem Düsseldorfer
Schlagzeuger Peter Weis spielen sowohl die bekannten Standards
von Charles Mingus als auch Eigenkompositionen die in seinem
Stil erarbeitet wurden.
“Mingus always sounds like Mingus:
impetuous, angry, sensitive, cerebral, anguished, and ecstatic
by turns.”
(Kevin Lowenthal, Globe Correspondent
2005)