Vorschau: Palatia Jazz 2008
Dee Dee Bridgewater ist mit ihrem neuen „Red Earth – The Malian
Project“, in dem die Sängerin nach eigenen Worten zurück zu „den
eigentlichen Wurzeln des Blues und des Jazz“ geht, eines der
Highlights im Festival „Palatia Jazz 2008“. Ein anderer Höhepunkt:
Eigens für dieses Jazzfestival, das sich an zahlreichen Spielorten
in der Pfalz etabliert hat, wird der Pianist Joachim Kühn seine
Komposition „Bach now“ mit dem Domchor Vokalensemble Speyer zur
Eröffnung des zehnten Jahres von Palatia Jazz neu auflegen.
Insgesamt stehen 18 Hauptkonzerte sowie in Vorprogrammen fünf
Konzerte der Reihe „Next Generation“ auf dem Festivalplan, den
Initiatorin Yvonne Moissl vorstellt. Das Trio „Mare Nostrum“ vereint
mit Richard Galliano (Akkordeon), Paolu Fresu (Trompete) und Jan
Lundgren (Piano) drei Melodiker des zeitgenössischenJazz, ein
anderes kammermusikalisches Kleinod mit der Symbiose von Free und
Balkan-Folklore ist das Duo mit dem Trompeter Markus Stockhausen und
dem Gitarristen Ferenc Snetberger. „Blues Forever“ nennt Emil
Mangelsdorff treffend das auch für den Schallplattenpreis nominierte
Programm seines Quartetts mit Janusz Stefanski, Vitold Rek und Thilo
Wagner. Trilok Gurtu titelt ebenso programmatisch sein Band-Projekt
„“20 Years Of Talking Tabla“.
Neben Dee Dee Bridgewater stehen weitere herausragende Sängerinnen
auf dem Programm: Maria Joao und Cécile Verny sowie Lyambiko jeweils
mit ihren Quartetten, Stacey Kent trägt eigene Songs vor, Rigmor
Gustafsson featured mit ihrer Gruppe den Saxophonisten Magnus
Lidgren und Omara Portuondo, die legendäre alte Dame aus Kuba, hat
in ihrer Truppe den Trompeter Nils Wülker zu Gast. Dass Sängerinnen
so zahlreich vertreten sind, habe sich so ergeben, kommentiert
Moissl, kommt abere sich auch dem Publikumsgeschmack entgegen.
Ganz im Trend liegen auch zwei Musiker, mit denen die Organisatoren
zahlreiche Freunde über die engeren Grenzen des Jazz hinaus anlocken
wollen: Mit „Live 2008“ ist der Trompeter Till Brönner zu hören und
Roger Cicero swingt ebenfalls mit Band.
Die Kölner „Jazzkantine“ mixt in ihrem Programm „Teufelsküche“ Jazz,
Hip-Hop, Rap, Soul und Blues, der Drummer Manu Katché verbindet Jazz
und Afro-Folk, der junge israelische Pianist Yaron Herman versucht
mit seinem Trio den Spagat zwischen Tradition und Moderne von
Scribian bis Björk und in seinem Tentett hat der Komponist und
Pianist Nicolai Thärichen die Creme der Berliner Jazzmusiker um sich
geschart.
In Vorprogrammen sind die Bands „Cyminology“, „Club Boogaloo“,
„Subtone“, das “Tingvall Trio“ sowie die Französin Jacobien Vlasman
zu hören.
Das Programm mit allen Details, Veranstaltungsorten und Terminen
steht im Internet unter
www.palatiajazz.de
Klaus
Muempfer