Auszeichnungen für
früheren SWF-Jazzredakteur Werner Wunderlich
Ehemaliger Leiter der SWF-Jazzredaktion erhält Goethe-Plakette
des
Hessischen Kultusministeriums und Ehrenorden des polnischen
Kulturministeriums
Baden-Baden/Wiesbaden.
Der ehemalige Leiter der SWF-Jazzredaktion, Werner Wunderlich
ist heute (11.12.2007) in der Hessischen Staatskanzlei mit der
Goethe-Plakette des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und
Kunst und mit dem Ehrenorden des polnischen Kulturministers für
Verdienste um die polnische Kultur ausgezeichnet worden.
Überreicht wurde die Goethe-Plakette durch Staatssekretär Prof.
Dr. Ralph Alexander Lorz. Sie ist die höchste Auszeichnung des
hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst und würdigt
besondere Verdienste um die kulturelle Entwicklung des Landes
Hessen. Den Ehrenorden für Verdienste um die polnische Kultur
überreichte der Vizekonsul des Generalkonsulats der Republik
Polen in Köln, Jakub Wawrzyniak, im Namen des polnischen
Kulturministers Kazimierz Ujazdowski.
Werner Wunderlich wurde 1926 in Minden, Westfalen, geboren. 1942
kam er erstmals über eingeschmuggelte Schallplatten mit Jazz in
Kontakt. Von 1945 bis 1949 war er in polnischer
Kriegsgefangenschaft. 1957 organisierte Wunderlich den ersten
Auftritt namhafter deutscher Jazzmusiker in Polen - es war
gleichzeitig der erste kulturelle Kontakt zwischen Polen und
Deutschen nach dem Krieg. 1959 wurde er Geschäftsführer der
Deutschen Jazzförderation und begründete in Frankfurt die
Open-Air-Konzertreihe „Jazz im Palmengarten“, für die er bis
2002 Programmgestaltung und Pressearbeit machte. Ab 1963 war
Wunderlich freier Mitarbeiter verschiedener Rundfunkanstalten
und Autor tausender Jazzsendungen. Seit 1978 arbeitete er als
Redakteur beim damaligen Südwestfunk, wo er als Nachfolger von
Joachim-Ernst Berendt von 1987 bis zu seiner Pensionierung 1991
die SWF-Jazzredaktion leitete. Für seine Verdienste um den Jazz
erhielt Wunderlich unter anderem den Hessischen Jazzpreis (1997)
und die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt (2004).
Photographie: Hans Kumpf