
Ost und West, Orient und Okzident begegnen sich am Donnerstag,
6. Mai, in einem Konzert der hr-Bigband mit dem libanesischen
Oud-Virtuosen Rabih Abou-Khalil, seinem Perkussionisten Jarrod
Cagwin und dem Tuba-Virtuosen Michel Godard. Für die
Arrangements sorgt der Artist-in-Residence und diesmalige Leiter
der hr-Bigband Jim McNeely.
In ihrem enthusiastischen Urteil über den libanesischen
Oud-Virtuosen Rabih Abou-Khalil ist sich die europäische Presse
einig, aber die Gründe für den Jubel sind vielfältig. Ist es
sein ausdrucksvolles Spiel auf der arabischen Knickhalslaute,
seine charismatische Bühnenpräsenz oder sind es die zugleich
komplex und dennoch scheinbar schwebenden Kompositionen?
Übereinstimmend rühmen alle, dass sich in der Musik des
Libanesen Orient und Okzident auf Augenhöhe begegnen. Weder
dient das eine bloß als exotisches Kolorit noch das andere als
Weichzeichner für eine fremde musikalische Ästhetik.
Rabih Abou-Khalil wurde 1957 im Libanon geboren, ist aber seit
1978 in Eu-ropa zuhause. Der preisgekrönte Musiker studierte in
München die europäische Klassik und entwickelte einen ganz
eigenen künstlerischen Stil. Dieser zeichnet sich durch
arabische Tonfolgen, labyrinthische Motive und virtuose
Improvisationen aus. Im Laufe der Jahre hat Abou-Khalil seine
musikalische Sprache in den unterschiedlichsten Kontexten
erprobt: mit berühmten Jazzern ebenso wie mit klassischen
Streichquartetten und Sinfonieorchestern, mit Weltmusikern und
als Solist auf seiner Oud. In dem neuen Projekt wird Rabih
Abou-Khalil erstmals mit einer Bigband zusammentreffen.
„The Artistry of Rabih Abou-Khalil“, Jim McNeely, Leitung; Rabih
Abou-Khalil, Oud; Jarrod Cagwin, Percussion
Datum: Donnerstag, 6. Mai 2010, 20 Uhr
Ort: hr-Sendesaal, Frankfurt