Das noch nicht allzu lange existierende jazzwerkstatt Café und
der "real life shop" der jazzwerkstatt in Berlin werden
geschlossen. Mangelndes Publikumsinteresse ist der simple
Hauptgrund. Damit entfällt auch die eigene Veranstaltungsstätte
für das jazzwerkstatt-Programm.
Die Betreiber der jazzwerkstatt führen als weiteren Grund für den Rückzug die mangelnde Förderung durch den Senat an. Obwohl das Programm des Vereins einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich "Berliner Jazz" setze, zeige die Stadt Berlin "geringes kulturpolitisches Interesse" und verweigere eine Förderung.
Das gleiche gelte für das Label jazzwerkstatt,
dessen Förderanfragen schon im vergangenen Jahr negativ
beschieden worden seien. Als Konsequenz bleibe nun nur noch eine
Ausrichtung des Programms unter kaufmännischer Sicht und eine
auf internationaler Ebene. Auf den Punkt gebracht könne eben
nicht mehr Geld ausgegeben werden als hereinkäme. Dass das auch
graphisch anspruchsvolle und umfangreiche jazzwerkstatt Programm
bislang nicht nur unter diesen Prämissen kaufmännischen
Kriterien "gefahren" wurde, darauf weißt die Bemerkung hin, dass
im zweiten Halbjahr 2010 durch die notwenigen Veränderungen das
Label ein neues Gesicht bekommen werde.