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50 Jahre Deutsches Jazzfestival Frankfurt
3. bis 5. Oktober 2003
Das Festival präsentiert einen der seltenen Auftritte vom hr
Jazzensemble, einer Studio-Formation aus den frühen Tagen der deutschen Jazzgeschichte. Keine andere Formation im europäischen Jazz hat eine solche jahrzehntelange Kontinuität aufzuweisen und ist dabei musikalisch so jung und ständig auf der Höhe der Zeit geblieben wie diese Versammlung der ”Männer der ersten Stunde im deutschen Jazz”, die unter
Albert Mangelsdorff mittlerweile freilich Musiker verschiedener Generationen vereint.
Mehrere Festival-Produktionen werden sich dem musikalischen Erbe von Frank Zappa widmen, jenem legendären Grenzgänger zwischen Rock, Jazz und E-Musik, der vor zehn Jahren starb – kurz nachdem er in Frankfurt mit dem Orchesterwerk ”The Yellow Shark” den letzten Höhepunkt seiner musikalischen Laufbahn feiern konnte. Der Begriff des Zappaesken ist in der Musik längst ein Gütesiegel für verwirrend-verschmitzte Strukturen, Zappa selbst verfügt über einen Klassiker-Status. Ob die britischen "Zappatistas" den legendären Spirit des anarchischen Genies wiederaufleben lassen, ob Zappa-Stücke von Saxophonen geblasen oder auf Hölzern geschlagen werden, oder ob die "GrandMothers" mit Streichereinsatz ihrer einstigen "Obermutter" huldigen -- immer ist kreatives Chaos und musikalische Hochspannung gewährleistet.
Die helvetisch-amerikanische Performerin Erika Stucky wird in einem speziell konzipierten Programm zwischen Parodie und Pathos "musikalische Knutschflecken" verteilen. Die hr Big Band stellt sich einer Herausforderung, die bislang noch nie gewagt wurde: Die Visionen des wegweisenden Altsaxophonisten Ornette Coleman, einem der "Oktoberrevolutionäre des Jazz", werden in orchestrale Formen gefasst. Die Festivalausgabe zum 50. Geburtstag wird an die weit zurückliegenden ”Roots” anknüpfen. Der senegalesische Kora-Spieler Soriba Kouyaté verbindet in seinem Spiel nicht nur die jahrhundertealte Tradition der afrikanischen Griots mit modernem Jazz und Blues. Ein spezielles Festivalprojekt präsentiert ihn in einem unerwarteten Kontext von Gastsolisten: ”Black, Blond and Beige”
http://www.hr-online.de/jazzfestival
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